Schwierigkeit |
mittel
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Aufstieg
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1310 hm |
Abstieg
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1298 hm |
Tiefster Punkt |
Essener und Rostocker Hütte 2208 m |
Höchster Punkt |
Östliche Simonyspitze 3442 m |
Dauer
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7:00 h |
Strecke
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8,7 km |
Östliche Simonyspitze
Quelle: DAV Sektion Essen, Autor: Frank Harting
Die Tour
Vom turbulent strömenden Maurerbach über Schrofenwege und Felsgestein zu den Gletschern der Simonyspitze.
Die Essener und Rostocker Hütte ist der Ausgangspunkt für unsere (bei guten Wetterverhältnissen) leichte Hochtour. Wir folgen dem Maurerbach ins obere Maurertal. Tosend ergießen sich die Wassermassen der umliegenden Gletscher und künden vom schmelzenden Wasser des Eises. Ein Wegschild weist uns die Richtung vom Bach nach links dem Berg zu. Nach einigen Schritten schon befinden wir uns im serpentinenartigen Aufstieg der zu einem lieblichen Aussichtsbuckel mit zwei, drei Tümpeln führt. Ein wenig verschnaufen, und den Blick zur Hütte und dem Simonysee wandern lassen, dann steigt der Pfad weiter bergan zu den Dellacher Keesflecken (2636m, Kees = bis ins 19Jhd. Gletscherbezeichnung in den Ostalpen), an denen wir endgültig die noch grün bewachsene Landschaft verlassen und in die steinigen Felder eintauchen. Einige Minuten später öffnet sich der Blick auf den mit Spalten durchzogenen Gletscher der westlichen Simonyspitze. Wir jedoch folgen dem Felsrücken hinauf der östlichen Spitze entgegen und kommen zu einem ersten Keesfleck, über dem sich ein Felsband nach Norden zieht. Im Normalanstieg folgt man dem Felsrücken hinauf, wobei die Schneeauflage darüber entscheidet wie gut, und ob man einen Einstieg in die Felsbereiche dieses Felsbandes findet. Wir jedoch wenden uns an diesem Tag wegen der Neuschneeauflage unterhalb des Felsbandes noch ca. 150m nach Norden bevor wir eine geeignete Stelle für den Klettereinstieg finden. Die Kletterei liegt überwiegend im zweiten Schwierigkeitsgrad und so geht es ohne Seil hinauf. Am Ende des Felsbandes ist in diesem Bereich das Eisfeld recht steil, sodass die Steigeisen hervorgeholt werden müssen. Noch ohne Seil und Sicherung geht es zum nächsten Felsband wieder flacherem Gelände zu. Der zweite und letzte Kletterabschnitt ist leichter und bringt uns auf die Gletscherkuppe zum Gipfelgrad hinauf. Die Aussicht und der Rundblick ist phänomenal. Wir haben den Gipfel für uns allein, während wir eine Seilschaft nach der Anderen gen Großvenediger hinaufmarschieren sehen.
Info
Karte
Details
Kondition
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Erlebnis
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Landschaft
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Exposition |
N
O
S
W
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Beste Jahreszeit
Wegbeschreibung
Start
Essener und Rostocker Hütte
Ziel
Essener und Rostocker Hütte
Weg
Wir folgen dem Weg Nr. 912 von Winterhaus der Hütte über eine kleine Brücke halten uns hier in Richtung Johannishütte bis zu einem Wegschild das uns nordwestlich auf den Weg Nr. 928 leitet. Dort steigen wir auf zu den Delacher Keesflecken. Der deutliche Bergpfad wird ab den Keesflecken, wo sich inzwischen kein Eis mehr befindet zu einer Spur die mit Steinmännchen markiert ist. Zur Zeit (Jahr 2013) kommen wir auf 2900hm an einem Pfosten vorbei, der als Dellacher Keesfleck beschildert ist, es handelt sich eher um ein Rätsel oder wohl ein Versehen, dass es das Schild der Keesflecke mit 2636m auf 2900hm geschafft hat. . Durch das Geröllfeld geht es nun auf den Felsrücken bei dem wir uns im Zweifel eher links halten um nicht ins steilere Eis zu gelangen und dann über die spaltenarmen Gletscher zur östlichen Simonyspitze hinauf.
Anreise
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit der Bahn über Lienz nach Matrei i. O.
Von Matrei i.O. mit dem Bus nach Ströden.
Anfahrt
Über Matrei in Osttirol bis in den Talschluss nach Ströden.
Parken
Ströden, gebührenpflichtiger Parkplatz
Weitere Informationen
Beschreibung auf gipfelrast.at
Ausrüstung
Hochtourenausrüstung erfolderlich
Sicherheitshinweise
Es handelt sich um eine Hochtour, die bei guten Wetterverhältnissen auch für Hochtoureneinsteiger geeignet ist.
Ich empfehle jedoch dringend sich beim Hüttenwirt über die aktuellen Bedingungen zu informieren.
Bei starker Ausaperung ist im Mittelteil der Gipfeltour mit Steinschlag zu rechnen.