Kotzen - einsame Karwendelrundtour auf alten Almwegen

Quelle: AV-alpenvereinaktiv.com, Autor: Siegfried Garnweidner

Die Brücke über die Dürrachklamm, wo einst Filmszenen des Jägers von Fall gedreht worden sind.
Fernblick über den verfallenen Kotzenalm-Niederleger zum Sylvensteinsee
Vom Kotzenalm-Niederleger zeigt sich der Gipfelrücken des Kotzens.
Der wenig spektakuläre Kotzen-Gipfel.
Gipfelschau zum Schafreuter
Gipfelblick über den erodierten Steilhang und den Kotzenalm-Niederleger zum Sylvensteinsee
Das Gipfelpanorama im 360°-Rundumblick
Der Abstieg führt an der malerisch gelegenen Ludernalm vorbei.
Karren bei der Ludernalm
Panorama-Rückblick vom Lerchkogelalm-Niederleger zum Kotzen

Die Tour

Für rund 100 Höhenmeter wegloser Anstiegsstrecke über einen enorm steilen Grashang braucht man Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Der Rest der Route ist leicht, aber nicht immer gut zu finden.

Diese Tour bleibt erfahrenen Individualisten vorbehalten, denn sie führt auf alten, aufgelassenen Almwegen zu einem überwiegend bewaldeten Höhenrücken über dem Dürrachtal, der im Kotzen gipfelt. Auf dieser Route sind kaum Wanderer unterwegs, und sie ist nicht immer leicht zu finden. Einsamkeit ist also garantiert.

Info

Schwierigkeit
schwer
Aufstieg
1280 hm
Abstieg
1280 hm
Tiefster Punkt Fall
780 m
Höchster Punkt Kotzen
1766 m
Dauer
6:37 h
Strecke
19,2 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Fall, Wanderparkplatz am Eingang in das Dürrachtal, 780 m

Ziel

wie Startpunkt

Weg

Aufstieg: Vom Wanderparkplatz zu Fuß oder mit einem Fahrrad rund 3 Kilometer auf asphaltierter Straße über der Dürrach in geringer Steigung hinauf und unmittelbar nach dem Aussichtspunkt in die Dürrachklamm rechts abbiegen und ggf. das Rad abstellen. Nun auf einer Schlepperspur ins Tal hinab und etwa 200 m weiter vorne nach rechts auf einen schmalen Weg einbiegen. Er führt zur Brücke und quert in schwindelnder Höhe 30 m über dem Bach die Dürrach. Dann geht es auf saniertem Weg in Kehren durch den Wald bis zu den Wiesen der verfallenen Kotzen-Niederalm. Im folgenden Wiesenrücken finden sich gelegentlich Steinmänner, die uns nach Süden zum Gipfelaufschwung leiten. Hinter einem Krummholzbereich kommt man in freie Hänge, die von einer steilen Hangmulde durchzogen sind. In dieser Mulde ist der Weg durch Erosion zerstört, deshalb muss man den alten Steig nach rechts verlassen, um über einen steilen Grashang mühsam bis zum Latschenbuschwerk in Kammnähe anzusteigen. Am unteren Rand dieses Latschengebüschs halten wir uns links und gehen in einer Latschengasse zum Gipfelgrat hinauf. Der restliche Aufstieg verläuft knapp vor dem Grat und bringt uns gering auf und ab bis zum Gipfelkreuz.
 
Abstieg: Vom Gipfel geht man über eine weite, freie Fläche ohne Weg nach Süden zum verfallenen Kotzenalm-Hochleger und hinter einer Senke auf die rechte Seite einer Graterhebung. Dort treffen wir auf einen deutlichen Viehweg, der um den Rücken rechts herumführt und in geringem Auf und Ab zum Kotierungspunkt 1691 m stößt. Von dort folgt man in geringem Gefälle dem Viehweg anfangs gegen Süden, später in vielen Kehren nach Osten und kommt in die freien Hänge unter den Ludernwänden. Wegspuren bringen uns zur idyllisch gelegenen Ludernalm und von dort auf einem Fahrweg zum Lerchkogelalm-Niederleger.

Beim Niederleger folgt man dem Fahrweg nach links, geht an den Almgebäuden vorbei und verlässt in einer Rechtskurve die Straße, um auf gutem Bergweg nach Nordwesten abzusteigen, bis wieder die Straße erreicht ist. Sie fällt in ein paar Kehren ab, führt an der Stierschlaghütte vorbei und zur Geschiebesperre an der Dürrach. Nach kurzem Gegenanstieg erreichen wir die Dürrachtalstraße, der wir bis Fall hinaus folgen.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

RVO-Busverbindung ab Lenggries bis Haltestelle Fall

Anfahrt

Von Bad Tölz auf der B 13 bis zum Sylvensteinstausee, dann auf der B 30 bis Fall.

Parken

Wanderparkplatz am Ausgangspunkt

Weitere Informationen

Ausrüstung

Wanderausrüstung mit Stöcken; evtl. Mountainbike und Helm

Sicherheitshinweise

Da die Route nicht ganz leicht zu finden ist, sollte man nur bei guter Sicht und stabilem Wetter aufbrechen.

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