Hochkalter-Überschreitung von der Blaueishütte

Landschaftlich beindruckkende Bergtour

Quelle: AV-alpenvereinaktiv.com, Autor: Bernhard Kühnhauser

Hochkalter mit Blaueis
Blaueishütte mit umrahmende Berge
Blaueishütte im Frühjahr

Die Tour

Schwieriger alpiner Anstieg, der zusammen mit der Überschreitung des Watzmanns und des Göllmassivs zu den großzügigsten Anstiegen in den Berchtesgadener Alpen zählt. Der Hochkalter stellt höhere "bergsteigerische" Anforderungen als der Watzmannm da er keine Versicherungen aufweist und einige Kletterstellen bis zum II. Schwierigkeitsgrad bewältigt werden müssen.  Der Abstieg durch das Ofental führt durch ein landschaftlich beindruckkendes einsames Hochtal.

Von der Blaueishütte zunächst ein Stück durch das Trogtal des Blaueisgletschers zu den Ruinen der alten Blaueishütte aufsteigen. Hier rechts über einen steilen Schutthang und zuletzt über plattigen Fels zur Scharte des Schönen Flecks. Ab hier weitgehend dem Gratverlauf folgend über die Gipfel des Rotpalfens und Kleinkalters zum Hochkalter. Auf der gegenüberliegenden Seite durch z.T. brüchige Rinnen in das obere Ofental hinab. Durch das Hochtal, ab der Waldgrenze auf gut ausgebauten Weg hinab nach Hintersee.

Info

Schwierigkeit
schwer
Aufstieg
1000 hm
Abstieg
1788 hm
Tiefster Punkt Hintersee
796 m
Höchster Punkt Hochkalter
2651 m
Dauer
8:00 h
Strecke
11,2 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Blaueishütte

Ziel

Ramsau/Hintersee

Weg

Von der Blaueishütte, 1651 m, durch das Blaueiskar zu den Mauerresten der alten Blaueishütte, 1751 m, aufsteigen und dahinter in der Senke des Eisbodens hinab. Hier auf bez. Steig nach rechts, 1760 m, und Steigspuren folgend über die markante steile Schuttrinne rechts des Rotpalfens bis unter die plattige Abschlusswand aufsteigen. Über steile, aber gutgriffige Platten (I–II) in die breite Grasscharte am Grat, dem sog. Schönen Fleck, 2015 m, hinauf. Vom Schönen Fleck südwärts (links) über Schrofen unter eine felsige Rinne queren. Durch Felsblöcke hindurch aufsteigen und in der felsigen Rinne auf einen Felsabsatz aufsteigen. Rechts haltend zu einer 15 m hohen Felswand (II, schwierigste Stelle des Anstiegs), die sich an guten Griffen relativ einfach überwinden lässt. Danach wird das Gelände ein wenig leichter und führt auf dem breiten Kamm zum Gipfelaufbau des Rotpalfens hinauf. Der Rotpalfen (Wasserwandkopf), 2367 m, kann entweder lohnend überschritten oder auch rechts (westl.) umgangen werden. Hinter dem Rotpalfen in der Regel dem gut gangbarem Grat oder rechts (westl.) davon zum Kleinkalter, 2513 m, folgen. Vom Kleinkalter etwas absteigend in die Kleinkalterscharte hinab und dahinter abwechselnd am Grat und rechts davon über die letzten Grataufschwünge hinweg. Kurz vor dem Gipfel erfordert eine kleine Scharte noch einmal eine kurze Klettereinlage (II), bevor der Gipfel des Hochkalters, 2607 m, erreicht wird.

Vom Gipfel, 2607 m, über Felsstufen und eine steile, gestufte Geröllrinne ca. 100 Hm in südwestl. Richtung bis zu einem Köpfl absteigen. Hier auf einem leicht abfallenden Band nach links hinüberqueren und über eine Geländestufe zur Ofentalscharte hinab. Von der mit einer mächtigen Plattenwand zum Wimbachtal abbrechenden Scharte auf der Westseite über eine Rinne weitere 100 Hm bergab. Nach einer erneuten Linksquerung in Kehren über Felsstufen, zuletzt auf einem schmalen Felsband nach rechts ins Schuttkar des obersten, häufig schneegefüllten Ofentals, 2300 m, abklettern. Auf deutlichen Pfadspuren am rechten Hang entlang über die Geröllhalde durch das enge Ofental absteigen und über eine Geländeschwelle zum Ausgang des Ofentals an der Vegetationsgrenze, 1750 m. Am westl. Rand des Ofentals auf nun deutlich besser erkennbarem Steig, der bald in einen Forstweg übergeht. Der wiederum führt in weiten Kehren durch die bewaldete W-Flanke des Ofentals hinab ins Klausbachtal, das bei der Lahnwald-Holzstube, 825 m, erreicht wird. Rechts haltend auf dem im Talgrund flach verlaufenden Wanderweg in etwa 30 Min. zum Parkplatz am Klaus-bachhaus, 795 m (Bushaltestelle) südl. des Hintersees hinaus.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Fernverbindung der Bahn nach Berchtesgaden. Direkt am Bahnhof befindet sich der Busbahnhof. Von hier im Stundentakt mit der Linie 846 (Ramsau-Hintersee) zur Haltestelle "Holzlagerplatz Blaueis Abzweigung".

Anfahrt

Anstieg von Hintersee zur Blaueishütte (AV Weg 482) in 2 1/2 - 3 Std.

Parken

Entweder am Parkplatz Holzlagerplatz Abzw. Blaueis ca. 500 m vor dem Hintersee oder am gebührenpflichtigen Seeklause-Parkplatz am Beginn des Hintersees

Weitere Informationen

www.blaueishuette.de

Sicherheitshinweise

Die Großteil der Route führt durch ausgesetztes hochalpines Gelände meist oberhalb von 2.000 m und sollte deshalb nur bei sicheren Witterungsverhältnissen begangen werden.

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