Geierköpfe Überschreitung

Quelle: DAV Sektion Oberland, Autor: Michael Pröttel

Blick vom Talboden zum Gipfelgrat
Zustieg durch Latschenhänge zum Gipfelkamm
Blick zum Plansee
Erste Schlüsselstelle im zweiten Schwierigkeitsgrat
Gratverlauf vom Haupt- zum Westgipfel
Gehgelände am Schlussanstieg zum Westgipfel

Die Tour

Wild und brüchig: anspruchsvolle Überschreitung des Geierkopfmassivs in den Ammergauer Alpen

Als steile, abweisende Felsbastion präsentieren sich die Geierköpfe (2161 m) vom tief unterhalb gelegenen Ammertal aus und sind genau das richtige Terrain für geübte Bergsteiger, um sich in alpiner Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zu üben.

Bereits der Zustieg über den Neualpsattel präsentiert sich als teils verwegener Bergweg und erfordert im Latschengelände guten Orientierungssinn. Lohn der Mühen ist eine der schönsten Bergtouren der Ammergauer Alpen, die zudem auch an Wochenenden nicht überlaufen ist. So hat die Einschätzung von Alpin-Autoren-Urgestein Dieter Seibert auch in der Gegenwart nichts von ihrer Aktualität verloren: „Die Überschreitung wird relativ selten durchgeführt, obwohl es sich um eine interessante Tour (…) handelt.“ Als kleines Manko ist zuzugeben, dass das Kalkgestein am langen Felsgrat nicht besonders kompakt ist. Von daher muss man alle Griffe und Tritte der kurzen Kletterstellen, die aber niemals den zweiten Schwierigkeitsgrad UIAA überschreiten, gut auf ihre Festigkeit überprüfen. Zudem darf man die Tour nur bei stabilem Bergwetter, also keinesfalls bei Gewittergefahr, angehen.

Autorentipp

Achtung: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Tour nur über den neuen Ammergauer Bergbus erreichbar (Linie 9624). An- und Abreise sind dadurch an Zeiten gebunden: erste Ankunftsmöglichkeit am Ausgangspunkt 09:26, letzte Abfahrt am Endpunkt 17:33 Uhr

Wer die recht lange Tour in dieser Zeitspanne nicht schaffen sollte, findet hier weitere, lohnende Tourenvorschläge in den Ammergauer Alpen. 

Info

Schwierigkeit
schwer
Aufstieg
1350 hm
Abstieg
1350 hm
Tiefster Punkt 1083 m
Höchster Punkt Geierkopf Hauptgipfel
2161 m
Dauer
7:30 h
Strecke
15,6 km

Karte

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Technik

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Parkplatz "bei den sieben Quellen"

Ziel

Parkplatz "bei den sieben Quellen"

Weg

Am Parkplatz dem Wegweiser Geierköpfe nach. Nach wenigen Hundert Metern weist rechts ein Schild aus dem Bachbett. Auf schmalem Pfad zum Neualpsattel. Bald zweigt rechts ein undeutlicher Steig ab, der durch Latschen Richtung Grat führt. Im freien Gelände unter dem Ostgipfel zum Grat queren. Nun kommt die erste Schlüsselstelle: Eine Felsrinne führt zur Scharte hinab und auf der anderen Seite über eine Felsstufe hinauf. Weiter am Grat entlang, bis man vor dem Abbruch nach Süden absteigt und zur großen Scharte quert. Dort nicht dem Steinmann folgen, sondern auf dem Band Richtung Westen queren. Dann nach rechts und zum Grat. Man umgeht einen Felskopf und erreicht den Hauptgipfel. Schließlich nach Südwesten absteigen und dem Grat zum Westgipfel folgen. Nun nach Süden bis zur Gabelung, hier links und zurück zum Neualpsattel.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Von Norden kommend über München Hbf: Mit der Regiobahn RB 6 Richtung Garmisch-Partenkirchen bis Oberau Bahnhof. Hier umsteigen in die neue Ammergauer Buslinie 9624 Richtung Reutte bis zur Haltestelle "Parkplatz Grenze".

Hinfahrt ab München Hbf: 07:32 Uhr (Ankunft: 09:26 Uhr), Rückfahrt um 17:33 Uhr 

Die neue Busverbindung Linie 9624 fährt vom 1. Mai bis 30. September an Samstagen, Sonntagen sowie Feiertagen, die Busse fahren zwischen 8 und 19 Uhr. 

Alle Infos zur neuen Linie hier 

Ohne die Ammergauer Buslinie ist die Tour nicht ideal mit öffentlichen Verlehrsmitteln erreichbar: Mit der Regionalbahn (RB 6) von Norden oder Süden kommend nach Murnau, dort in die Regionalbahn (RB 63) nach Oberammergau umsteigen. Von Oberammergau mit dem Bus Linie 9622 zum Schloss Linderhof, nun mit dem Taxi weiter (sieben Kilometer bis zum Ausgangspunkt). 

Anfahrt

Mit dem Auto über die A95, Oberau und Ettal ins Ammertal. Am Ammersattel, direkt an der Landesgrenze vor der Straßenserpentine, beim kleinen Wanderparkplatz „Bei den sieben Quellen“ parken.

Parken

Wanderparklatz "Bei den sieben Quellen"

Weitere Informationen

Ausrüstung

Packliste Bergtour

Sicherheitshinweise

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