Feuerkogel (1.592 m) und Helmeskogel (1.633 m) von Miesenbachmühle über den Kaiserweg

Quelle: Alpenverein Schwanenstadt, Autor: Gerhard Greifeneder

Dort wo eine Forststraße auf die Talstraße trifft und ein paar gelbe Wegweiser stehen, beginnt die Tour.
Bei dieser Wegkreuzung mit zwei Wegweisern halten wir uns links.
Wir folgen der Forststraße insgesamt ca. 1 Stunde bergauf.
Ganz neue Wegweiser lotsen schließlich ins Gelände.
Die idyllisch gelegene, private Vordere Spitzalm (1.381 m).
Gleich danach stehen ein paar uralte Baumriesen, wie diese Buche.
Summ, summ, Bienchen summ herum.
Hier beginnt der anspruchsvolle Teil mit dieser schrofigen Querung.
Die Schlüsselstelle der ganzen Tour ist der kurze, seilversicherte Abstieg über diese Schrofenflanke.
Die Querung zum Helmeskogel erfolgt durch die ganze Breite dieses großen Kares.
Das Gipfelkreuz am Helmeskogel sieht man die ganze Zeit.
Das Routenbuch und die Andachtsnische.
Der Helmeskogel (1.633 m) wartet mit einem tollen Panorama auf.
Die Christophorushütte direkt neben der Bergstation.

Die Tour

Der Anstieg aus dem Trauntal über die Vordere Spitzalm und den "Kaiserweg" ist der längste, schönste, aber auch anspruchsvollste Anstieg auf den Feuerkogel.

Die SW-Route auf den Seilbahnberg Feuerkogel beginnt am Ende der kleinen Ortschaft Miesenbachmühle. Man folgt den Wegweisern, die zur Rieder Hütte (ÖAV Sektion Ried im Innkreis) leiten. Dazu gehen wir zuerst eine ganze Stunde auf einer Forststraße stets links aufwärts, bis Wegweiser von der Straße wegleiten. Nun in zahlreichen, recht gemütlich angelegten Spitzkehren durch lichten Mischwald aufwärts, bis wir auf 1.381 m die Vordere Spitzalm erreichen (sehr idyllisches Plätzchen).

Schon kurz vor der Privathütte zeigen Wegweiser nach rechts ("Kaiserweg"). Zuerst noch flach durch teilweise uralten Baumbestand bis zur Geländekante. Ab hier dann deutlich anspruchsvoller. Zuerst geht es über steiles, schrofiges Gelände, dann steiler, seilversicherter Abstieg in den "Breiten Lahngang" und nun in langer, steter Querung durch das komplette Kar bis zum Routenbuch. Geringer Höhengewinn.

Nun endlich wieder steiler durch ein kleines Schotterkar aufwärts auf das Höllengebirgsplateau und in einem großen Bogen auf den Helmeskogel (1.633 m), dessen Gipfelkreuz wir schon seit längerer Zeit gesehen haben. Das letzte Stück gemeinsam mit dem Wanderweg, der vom Feuerkogel herüberführt.

Vom Gipfel absteigen und entweder auf dem Weg, der links am Steinkogel vorbeiführt, zum Feuerkogel (1.592 m) oder rechts an diesem vorbei ("Karst und Dolinen Wanderweg") zur Seilbahn-Bergstation.

Abstieg wie Aufstieg grundsätzlich möglich, aber nicht empfehlenswert. Sinnvoller ist es für den Abstieg den viel bequemeren und kürzeren Weg durch den Mühlleitengraben  zu wählen. Man kommt direkt wieder beim Ausgangspunkt an.

Autorentipp

Wer nach diesem langen Anstieg noch Reserven hat, kann zusätzlich noch den Alberfeldkogel, Langwandkogel, Heumahdgupf etc. besteigen. Es gibt für Gipfelsammler am Feuerkogel ein reiches Betätigungsfeld.

Info

Schwierigkeit
schwer
Aufstieg
1350 hm
Abstieg
1323 hm
Tiefster Punkt 437 m
Höchster Punkt 1633 m
Dauer
8:00 h
Strecke
18,8 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Miesenbachmühle

Ziel

Miesenbachmühle

Weg

Wir starten dort, wo am Rande der Ortschaft Miesenbachmühle eine Forststraße auf die Talstraße trifft (mehrere Wegweiser). Auf dieser Forststraße wandern wir aufwärts, bis wir zu einer Straßenkreuzung gelangen (zwei gelbe Wegweiser). Hier halten wir uns links (Richtung "Rieder Hütte") und wandern ein längeres Stück aufwärts, passieren eine Jagdhütte (Grasbergstube) und kommen nach ca. einer Stunde Gehzeit zu nigelnagelneuen Wegweisern (Stand 2019).

Hier verlassen wir die Straße und steigen in zahlreichen, aber sehr gut angelegten Kehren durch Mischwald aufwärts zur Vorderen Spitzalm (1.381 m). Ein besonders schöner, ruhiger Platz. Vorsicht: Schon kurz vor der eigentlichen Almhütte zweigt rechts der sogenannte "Kaiserweg" ab.

Wir folgen jetzt diesem durch teils uralten Baumbestand, bis wir zu einer deutlichen Geländekante gelangen. Ab hier wird das Gelände viel anspruchsvoller. Zuerst queren wir durch recht steiles, schrofiges Gelände und dann folgt ein seilversicherter Steilabstieg in den "Breiten Lahngang" (übrigens eine großartige Schitour bei sehr sicheren Verhältnissen),

Nun sind wir im riesigen Kar, das wir in seiner kompletten Breite durchqueren. Ein ständiges leichtes Auf und Ab durch Karstgelände. Technisch nicht sonderlich schwierig, aber doch fordernd. Am anderen Ende des Kars erreichen wir schließlich die Metallkassette mit dem Routenbuch und die daneben befindliche Andachtsstelle in einer Felsnische.

Ab hier geht es durch ein schotteriges, kleines Kar hinauf auf das Plateau des Höllengebirges. Damit ist die größte Anstrengung vorbei. Nach einer Querung durch Latschen gelangt man zum breiten Wanderweg, der vom Feuerkogel auf den Helmeskogel führt. Auf diesem in 15 Minuten auf den 1.633 m hohen Helmeskogel mit prachtvoller Aussicht, einem weithin sichtbaren Gipfelkreuz und einer Aussichtskanzel.

Retour zur Wegkreuzung und auf einem der beiden Wege hinüber zum schon sichtbaren Feuerkogel (1.592 m). Dazu entweder links oder rechts ("Karst und Dolinen Wanderweg") am 1.644 m hohen Steinkogel vorbei.

Abstieg zum Ausgangspunkt am besten durch den Mühlleitengraben. Beschreibung siehe hier.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Bei dieser Tour bietet sich die Anreise per Bahn an. Die Bahnlinie Attnang-Puchheim - Stainach-Irdning (Salzkammergutbahn) bringt den Wanderer zum Bahnhof Steinkogl. Ab hier sind es nur ca. 0,9 km bis zum Ausgangspunkt. Vom Bahnhof zur Brücke über die Traun und weiter nach links auf der Talstraße zum Ausgangspunkt.

Anfahrt

Wer mit dem PKW anreist, fährt z.B. ab der Autobahnabfahrt Laakirchen-West (Steyrermühl) nach Gmunden und immer auf der Salzkammergut-Bundesstraße nach Ebensee. Auch aus den anderen Richtungen ist Ebensee straßenmäßig gut zu erreichen. Ab dem Ortszentrum Ebensee fährt man immer rechts der Traun zum Ausgangspunkt.

Parken

Es befinden sich nur sehr wenige Parkplätze am Ausgangspunkt. Diese sind kostenlos.

Weitere Informationen

Ziemlich am Ende des "Kaiserweges" befindet sich ein Routenbuch und eine kleine Andachtsnische.

Man kann die Tour auch in Langwies beginnen. Man erreicht dann die beschriebene Route genau dort, wo man die Forststraße verlässt. Dieser Anstieg hat aber den Nachteil, dass man nicht so günstig wieder zum Ausgangspunkt zurückkommt.

Ausrüstung

Übliche Bergwanderausrüstung ist ausreichend. Auf gutes Schuhwerk kann aufgrund des steinigen Anstiegs durch Karstgelände keinesfalls verzichtet werden.

Sicherheitshinweise

Die Forststraße ab dem Ausgangspunkt ist nur an einer einzigen Stelle markiert. Die Wegweiser sind aber eindeutig und man lasse sich auf der Forststraße nicht dazu verleiten diese vorzeitig zu verlassen.

Der Anstieg ist sonnenexponiert und deshalb an sehr heißen Tagen nicht empfehlenswert.

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