Der international anerkannte österreichische Künstler Gerhard-Oliver Moser widmet sich in seinem neuesten Werkzyklus einem Ort zwischen Vergessen und Erinnerung: der Villa Ruzicka in Dobrna, Slowenien. In zwölf eigenständigen Arbeiten – Opus 1 bis 12 – nähert sich Moser dem „Lost Place“ nicht dokumentarisch, sondern interpretierend. Architektur wird zur Metapher, Verfall zur stillen Chronik gelebter Zeit. Wände erzählen, Räume atmen Vergangenheit, Licht bricht sich an Spuren dessen, was war. Bevor dieser eindrucksvolle Zyklus in Slowenien selbst präsentiert werden wird, feiert er seine einzigartige Österreich-Premiere im Konzertsaal von Schloss Albeck. Der historische Rahmen des Schlosses tritt dabei in einen spannungsvollen Dialog mit der künstlerischen Auseinandersetzung mit einem anderen, verlassenen Bauwerk. So entsteht eine Begegnung zweier Orte – zweier Geschichten – verbunden durch Mosers Blick: sensibel, vielschichtig und von stiller Intensität getragen. Diese Ausstellung ist mehr als eine Präsentation von Werken. Sie ist eine Einladung, sich auf Spurensuche zu begeben – zwischen Architektur, Erinnerung und künstlerischer Transformation.