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Anna Khodorkovskaya - Stefan Zsaitsits - Ausstellung
2026
Die Veranstaltung
Mit dieser Ausstellung eröffnet die Galerie 422 die Saison 2026 und bringt zwei künstlerische Positionen in einen Dialog, die das Bild als Ort von Wahrnehmung, Imagination und gesellschaftlicher Reflexion befragen.
In der Gegenüberstellung von Khodorkovskayas fragmentierten, medienreflektierenden Bildwelten und Zsaitsits’ dichten zeichnerischen Kompositionen entsteht ein Spannungsfeld zwischen Figuration und Auflösung, Farbe und Monochromie, Verdichtung und Offenheit.
Im Dialog beider Positionen wird Zeichnung und Malerei als reflexive Praxis erfahrbar – als ein kontinuierliches Befragen von Bild, Wahrnehmung und Repräsentation. Die Ausstellung macht sichtbar, wie unterschiedlich künstlerische Handschriften das Bild zugleich analysieren und neu entwerfen können.
Anna Khodorkovskaya
In der Ausstellung sind von Anna Khodorkovskaya vorwiegend Zeichnungen sowie Malereien auf Papier und Leinwand zu sehen. Im Zentrum stehen Arbeiten, die sich mit zeitgenössischen Bildkulturen auseinandersetzen und visuelle Motive aus medialen, politischen und kunsthistorischen Kontexten aufgreifen.
Khodorkovskaya entwickelt fragmentierte Bildgefüge, in denen Figuren, Zeichen und Versatzstücke unterschiedlicher Herkunft aufeinandertreffen. Durch Überlagerungen, bewusste formale Brüche und gezielte Irritationen entstehen instabile Bildräume, die zwischen Figuration und Auflösung oszillieren. Vertraute Bildformeln werden verschoben und neu kontextualisiert, wodurch ihre Bedeutung offen bleibt und gängige Sehgewohnheiten hinterfragt werden.
Der differenzierte Einsatz von Farbe – von transparenten Lasuren bis zu verdichteten, teils bewusst irritierenden Farbsetzungen – verstärkt diese Ambivalenz. Ihre Arbeiten machen sichtbar, wie Bilder in gesellschaftlichen Zusammenhängen wirken, sich transformieren und immer wieder neu gelesen werden können.
Stefan Zsaitsits
In der Ausstellung zeigt Stefan Zsaitsits großformatige Zeichnungen auf Papier, in denen sich Figuren, architektonische Fragmente und symbolische Elemente zu dichten Bildkompositionen verdichten. Das Medium der Zeichnung steht dabei im Zentrum seines künstlerischen Arbeitens.
Mit feinem bis expressivem Strich entwickelt Zsaitsits komplexe Bildräume in subtil abgestuften Graphitnuancen. Seine Protagonist:innen erscheinen in surreal anmutenden Szenarien, die zwischen erzählerischer Andeutung und formaler Klarheit oszillieren. Nähe und Distanz, Verdichtung und Leerstelle stehen dabei in einem spannungsvollen Verhältnis.
Durch die Konzentration auf das Monochrome gewinnt jede Linie Gewicht, jede Auslassung Bedeutung. Die Arbeiten entfalten eine stille, intensive Atmosphäre und machen das Zeichnerische selbst zum Thema – als präzise gesetzte Bildstruktur ebenso wie als Raum für Imagination und psychologische Projektion.
Info
Kontakt
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Traunbrücke 9, 4810 Gmunden, Österreich
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