Zustieg Gleiwitzer Hütte vom Stausee Mooserboden

Staumauer Mooserboden 2045m mit Hohem Tenn
Blick vom Kemspenkopf
Am Gleiwitzer Höhenweg
Rückblich zur Obere Jägerscharte und Gleiwitzer Höhenweg

Die Tour

Für diesen eher unüblichen, aber landschaftlich grandiosen Hüttenzusteig muss man bergerfahren sein und es muss stabiles Bergwetter herrschen.

Denn bereits der gewaltige südwestseitige Anstieg des Kempsemkopfes erfordert gute Trittsicherheit. Im Anschluss wird zudem ein Teil des teils ausgesetzen Gleiwitzer Höhenwegs begangen, von dem aus es nicht ganz unschwer zur Unteren Jägerscharte hinab geht.

Autorentipp

Wer rechtzeitig dran ist und eine gute Kondition hat, kann vom Kempsenkopf aus noch den Hohen Tenn besteigen.

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
1161 hm
Abstieg
1024 hm
Tiefster Punkt 2017 m
Höchster Punkt 3067 m
Dauer
5:00 h
Strecke
9,6 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Stausee Mooserboden

Ziel

Gleiwitzer Hütte

Weg

Man überquert die beiden Staumauern und folgt nach der Zweiten links ein gutes Stück einer Schotterstraße (Weg Nr 723) . Noch bevor diese endet, zweigt nach links der markierte Weg in Richtung Kempsenkopf ab. In weglosem und steinig-felsigem Gelände wird der breite Geröllreisse des Wielingbaches gequert. Dann wird der Weg wieder besser und führt nun nach Norden ansteigend und dann in einer langen, flachen Hangquerung zum grünen  Hangkessel des Bauernkarl, der in einem ansteigenden Bogen ebenfalls gequert wird. Der Steig erreicht einen Geländeabsatz und wendet sich noch im Wiesengelände nach rechts. Schließlich werden die sogenannten Bratschen erreicht.  Diese  bis zu 40° steilen, felsigen und kaum bewachsenen Bergflanken sind aus Kalk-Glimmerschiefer entstanden und typisch für Teile der Hohen Tauern. Der Steig ist teils in Risslinien der Bratschenflanke recht gut angelegt, aber insgesamt recht anstrengend zu gehen.

Schließlich erreicht man den Kempsenkopf, der mit seinen 3090 m den nördlichsten Dreitausender der Alpen darstellt. (Nach rechts ist bei ausreichender Zeit die Besteigung des Hohen Tenns möglich.)

Vom Kempsenkopf aus folgt man nun dem Gratverlauf absteigend nach Norden und befindet sich somit auf einem Teil des Gleiwitzer Höhenwegs. Dieser ist ein teils recht beiter Rücken, teils aber auch rechts schmal, wobei Stahlseile den Abstieg ungemein erleichtern.

Man erreicht dann die Obere Jägerscharte, wo der Gleiwitzer Höhenweg endet. Hier wendet sich der Steig nach rechts, quert absteigend steile Wiesenhänge und führt zu einem von rechts heraufziehenden Felsgrat. Über diesen wird teils ausgesetzt mit Hilfe von Stahlseilen zur Unteren Jägerscharte abgestiegen, von wo aus noch eine steile Verschneidung zu meistern ist, durch die aber solide Trittstufen nach unten führen.

Nun wieder im flacheren Gehgelände angekommen quert der Weg in einem Bogen das Ochsenkar nach Nordosten und führt dann über wunderschönes Wiesengelände in etwa derselben Höhe nach Norden zu bereits sichtbaren Gleiwitzer Hütte, wo man sich eine Stärkung wirklich verdient hat.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn ab München zum Bahnhof Zell am See. Von dort Busverbindung (Linie 660) nach Kaprun und weiter bis zum Kesselfall-Alpenhaus (1033 m). Vom Parkplatz Kesselfall  mit dem Bus  zum Stausee Mooserboden .

Anfahrt

Über Inntalautobahn bis Oberaudorf und über Kössen, Lofer und Zell am See nach  Kaprun. Von dort führt die Straße im Kapruner Tal einwärts bis zum Kesselfall-Alpenhaus.

Parken

Parkplatz am Kesselfall-Alpenhaus

Weitere Informationen

www.gleiwitzerhuette.at

Ausrüstung

Normale Bergwanerausrüstung.

Sicherheitshinweise

Alpine Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Nicht bei Nässe begehen.

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