Über die Nagelfluhkette

Hochgrat
Blick zurück zum Hochgrat
Rindalphorn
Buralpkopf
Stuiben
Steineberg

Die Tour

Die Überschreitung der Nagelfluhkette gilt zu recht als eine, vielleicht sogar die schönste Kammwanderung am Deutschen Alpenrand.

Mit Hochgrat, Rindalphorn, Stuiben und Steineberg werden die besten Aussichtsgipfel der Allgäuer Voralpen bei dieser großartigen Unternehmung überschritten, die allerdings eine gute Kondition und auch Trittsicherheit erfordert. Aufgrund der Länge werden als Ausgangs- und Endpunkte die Bergstationen von zwei Seilbahnen angesteuert.

Autorentipp

Für Grataspiranten  gibt es ein Kombiticket Auffahrt Hochgratbahn- Talfahrt Mittagbahn.

Info

Schwierigkeit
schwer
Aufstieg
1009 hm
Abstieg
1294 hm
Tiefster Punkt 1399 m
Höchster Punkt 1833 m
Dauer
13:00 h
Strecke
13,6 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotential
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Bergstation Hochgratbahn

Ziel

Bergstation Mittagbahn

Weg

 Von der Bergstation folgt man dem steil nach Norden abfallenden Grat nach Osten (Drahtseile). Über erstes Nagelfluhgestein geht es  zum Gipfel des Hochgrat, der  den höchsten Punkt der gesamten Tour darstellt. Über einen weiterhin guten Bergweg geht leicht, dann ein kurzes Stück steiler in den Sattel Brunnenauscharte hinab. Auf der anderen Seite geht es zunächst etwas steiler, dann recht flach über einen breiten Wiesenkamm bergan, der weiter zu einem kleinen Sattel und zur Weggabelung vor dem Rindalphorn geht. Hier sollte man den kurzen Abstecher nach links (kurz leichtes Felsgelände) zu dem 1821 m hohen Gipfel nicht versäumen.

Zurück an der Weggabelung folgt man dem Wegweiser in Richtung  Mittagbahn. Es folgt ein etwas unangenehmer Abstieg, zur Gründlesscharte, die man zuletzt über lichtes Waldgelände erreicht. Nun folgt der einzige wirklich steile Anstieg der Tour, der über erodierte Wegspuren auf den Gründleskopf führt. Dahinter geht es kurz leicht ausgesetzt am Nagelfluhgrat entlang (Drahtseile), bevor man den Wiesenrücken des, als Gipfel wenig ausgeprägten Buralpkopfes erreicht. Hinter diesem steigt man ein längeres Stück zumeist sehr schön am leicht abfallenden Kamm entlang hinab, um an einen Bergsattel (Wegweiser: Sedererstuiben, Mittagbahn) etwa die Hälfte der Strecke erreicht zu haben.

Abermals führen ins Wiesengelände eingegrabene Wegspuren nach Osten bergan. Der Weg wird wieder besser, umgeht flach den kleinen Gipfel Sedererstuiben an dessen Nordseite und führt leicht ansteigend zum  Stuiben. Weiter der Beschilderung Mittag nach folgen wir dem Kamm nach Osten und kommen zur Schlüsselstelle der Tour. Direkt rechts unterhalb eines Felsgrates wird hier mit Hilfe von Drahtseilen abgestiegen. Es folgt ein besonders reizvolles Teilstück des Kammes, auf dem sich Konglomeratfelsen und Bergfichten immer wieder abwechseln. Der Weg teilt sich bisweilen auf. Der Hauptweg ist blau markiert und führt nördlich leicht unterhalb des Kammes nach Osten. Man erreicht eine Wegkreuzung, folgt der Beschriftung Mittag  nach halblinks und stößt bald auf einen breiteren Weg, dem man nach rechts angenehm ansteigend folgt. Noch einmal geht es sehr schön am hier nun meist recht breiten Grat entlang, bis man eine weitere mit Drahtseilen gesicherte Felspassage erreicht.

Nun ist es nicht mehr weit zum letzten Gipfel der Tour, dem  Steineberg. Dessen Name erschließt sich erst, wenn man von dort die steile Eisenleiter abgestiegen ist. Die Leiter wurde direkt in dem nach Norden steil abfallenden Nagelfluhgestein des Steineberg verankert. Es gibt auch eine leichtere Variante für die man vom Gipfelkreuz ein Stück zurück gehen muss.

Am Fuß der Leiter wo auch die leichtere Variante hinzustößt, folgt man dem mit Holzstufen angelegten Weg weiter bergab und gelangt nun in Waldgelände. In einem letzten leichten Anstieg erreicht man das Gipfelkreuz des Bärenkopf  und folgt von hier einem Fahrweg, der direkt zur Bergstation der Mittagbahn führt, wo man nach der langen Tour bequem nach Immenstadt hinunter schweben kann.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug über Immenstadt nach Oberstaufen und mit Bus 9795 zur Talstation der Hochgratbahn. Zurück vom Bhf. Immenstadt.

Anfahrt

Über die B12 nach Immenstadt und weiter am Alpsee vorbei nach Oberstaufen. Hier am am besten am Bahnhof parken. Mit Bus 9795 zur Talstation der Hochgratbahn. Nach der Tour zurück von Bhf. Immenstadt (zu Fuß 10 Min von der Seilbahntalstation) nach Oberstaufen mit dem Zug.

Parken

Gebührenpflichtiger Parkplatz am Bhf. Oberstaufen (siehe Anfahrt).

Weitere Informationen

Infos zu Fahrzeiten von Mittagbahn und Hochgratbahn: www.hochgrat.de, bzw. www.mittagbahn.de

Ausrüstung

Normale Bergwanderausrüstung, genügend Flüssigkeit mitnehmen.

Sicherheitshinweise

Gute Kondition und Trittsicherheit erforderlich, nicht bei Gewittergefahr.

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