Teufelsgraben und Mangfalltal

Grubmühle
Grubmühle
Kleinhöhenkirchen
Kleinhöhenkirchen
Kleinhöhenkirchen
Kleinhöhenkirchen
Viehweiden

Die Tour

Von der Kreuzstraße nach Kleinhöhenkirchen und Valley Die steil eingeschnittene Mangfall mit ihrem glasklaren Wasser stellt nicht nur einen landschaftlichen Höhepunkt im Münchner Südosten dar, sondern ist auch geologisch von besonderem Interesse: Denn sie biegt am Mangfallknie nach Südosten ab und entwässert zum Inn hin, während sie noch einige Jahrtausende zuvor gemeinsam mit dem Wasser des heute trockenen Teufelsgrabens weiter nach Norden durchs Grub-Harthausener Trockental und übers heutige Aying hinwegfloss. Diese Rundtour bietet Einblicke in diese eigenartige Flusslandschaft, die überdies für die Münchner Trinkwasserversorgung eine herausragende Rolle spielt. Unterwegs begeistern die schönen alten Bauerndörfer Kleinhöhenkirchen und Hohendilching mit ihren sehenswerten Kirchen, und auch an Einkehrmöglichkeiten mangelt es nicht. Start- und Zielpunkt dieser Tour ist der Bahnhof Kreuzstraße, ein kurioser, einsamer Haltepunkt mitten im Teufelsgraben, der als einzige Endhaltestelle der Münchner S-Bahn keinem größeren Ort zugeordnet ist.

Vom Bahnhof Kreuzstraße gehen wir das kurze Stück nordostwärts zur Römerstraße, überqueren die Gleise und biegen gleich darauf links auf einen breiten Waldweg in Richtung Grubmühle ein. Parallel unterhalb der Bahnlinie nach Rosenheim wandern wir durch den Teufelsgraben im Wald dahin, unterqueren ein altes Aquädukt und gehen geradeaus weiter, bis wir bei der Grubmühle auf ein großes Kruzifix, eine Asphaltstraße und ein Gehege mit Lamas, Kamelen und Eseln treffen. Hier nehmen wir die Asphaltstraße rechts hinab und überqueren auf ihr die Mangfall (exakt an der nördlichsten Stelle ihres Laufs). Auf der anderen Seite folgen wir der Straße nach rechts und nach einem Flachstück steil im Wald hinauf (nicht rechts ab nach Breitmoos). So gelangen wir in das flache Wiesengelände vor Kleinhöhenkirchen, ein kleines, abgeschiedenes Hochland, das auf drei Seiten durch das Mangfallknie von der Umgebung isoliert wird. Wenig später erreichen wir das malerische Dorf Kleinhöhenkirchen, wo ein Blick in die Marienkirche lohnt. Der Weiterweg führt uns von der »Mangfalltal-Alm« gleich am Ortseingang durch den Leonhardweg südwestlich hinab, auf dem rechten der beiden sich verzweigenden Wegäste an einer kleinen Marienkapelle vorbei und zum bewaldeten Steilhang des Mangfalltals. Auf dem geröllreichen Wanderweg steigen wir hinunter, halten uns bei der ersten Verzweigung links und gehen weiter hinab bis ans Ufer der Mangfall. Dort geht es südwärts auf einem schönen Pfad weiter zu einer Brücke. Ohne die Flussseite zu wechseln, bleiben wir weiter auf dem Uferpfad in Richtung Valley und kommen an Stromschnellen vorbei. Im Bereich der Leite, in einer (in unserer Gehrichtung gesehenen) Rechtsbiegung der Mangfall, verlässt der deutliche Pfad das Ufer und zieht links hinauf (ein am Ufer weiterführender schwächerer Pfad ist verwachsen und zur Begehung nicht empfohlen); bei den folgenden Verzweigungen orientieren wir uns auf zunehmend breiteren Wegen weiter aufwärts, bis wir an einer weiteren Verzweigung zwischen zwei breiten Forststraßen wählen können. Die rechte führt sofort bergab, die linke wenig später ebenfalls, beide vereinigen sich wieder und treffen beim Grabenstoffl auf die Asphaltstraße, auf der wir zur Brücke hinabgehen und die Mangfall überschreiten. In Valley auf der Westseite des Flusses zweigt gleich rechts die Straße zur Aumühle und nach Hohendilching ab; wir gehen jedoch noch ein kurzes Stück weiter und biegen links (südwärts) in Richtung Maxlmühle ein (auf der Straße weiter bergauf geht’s zum Bräustüberl Valley). Der breite Waldweg führt uns im Auf und Ab oberhalb der Mangfall dahin und verzweigt sich nach 1,4 km zu zwei schmalen Wanderwegen, die beide zum Fluss hinunterleiten und sich dort wieder vereinen. Über steile, wurzelreiche und matschige Passagen und kurz sehr malerisch unmittelbar am Ufer entlang gelangen wir zu den Gebäuden der Maxlmühle. Die Stelle, wo der Weg aus dem Wald kommt und etwas weiter oben die Asphaltstraße erreicht, müssen wir uns gut merken, da sie auf dem Rückweg nicht ganz leicht zu finden und nicht ausgeschildert ist (Stand: September 2016)! Nach der Einkehr im Gasthaus Maxlmühle (und gegebenenfalls dem Abstecher zur Autobahnbrücke, Variante 2) wandern wir auf demselben Weg nach Valley zurück und von der Brücke nordwärts weiter zur Aumühle; dort rechts an der Kapelle vorbei und geradeaus in den Wald. Kurz darauf zweigt der Wanderweg rechts hinunter ab, führt aber gleich wieder in Nordrichtung weiter und aus dem Wald auf die Wohnhäuser zu. Auf Asphalt wandern wir nun vorbei an der Anderlmühle geradeaus nach Hohendilching hinauf, an der Kirche vorbei und links abbiegend zum Ortsrand, wo wir rechts in die Straße zur Kreuzstraße einschwenken. Nach 1,5 km über freies Feld und einem Stück durch Wald mündet die Straße in die Kreisstraße zwischen Sollach und Kreuzstraße, an der entlang wir rechts hinunter bald wieder den Bahnhof Kreuzstraße erreichen.

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
245 hm
Abstieg
245 hm
Tiefster Punkt 561 m
Höchster Punkt 653 m
Dauer
4:15 h
Strecke
15,2 km

Details

Kondition
Technik

Wegbeschreibung

Start

Bahnhof Kreuzstraße (S 7 von München und Meridian von Holzkirchen oder Rosenheim), 622 m.

Weitere Informationen

Sicherheitshinweise

Breite Waldwege sowie längere Abschnitte auf Asphaltstraßen, aber auch schmale, wurzelreiche, steile und matschige Pfade, daher insgesamt »mittelschwer«. Orientierung im Bereich der Leite nicht ganz einfach; ansonsten ist der Routenverlauf vor Ort meist gut ausgeschildert.