Spieser, 1649 m, und Hirschberg

Hirschalpe
Hirschalpe
Hirschberg
Hirschberg
Hirschberg
Hirschbachtobel
Tobelweg
Pferde Nähe Kreuzbichl
Kreuzbichl, Hirschalpe

Die Tour

Wilder Tobel, weite Blicke und sonnige AlpenSteil und felsig ragt der Hirschberg hinter Bad Hindelang auf und gibt dem Kurort nach Norden zu Rückendeckung. Wen reizt es da nicht, von dort oben das Ostrachtal aus der Vogelperspektive zu betrachten? Über die sanfte Wald- und Alplandschaft auf seiner Rückseite ist der Hirschberg ohne Schwierigkeiten zu besteigen. Ihm zu Füßen bearbeitet der Hirschbach seit Jahrtausenden unermüdlich das Gestein und hat eine urwüchsige Schluchtlandschaft geschaffen, die, eingerahmt von Felswänden, überraschend alpin anmutet. Das Wasser stürzt dort über Stufen, wirbelt durch glasklare Gumpen, brandet an große Felsblöcke und entwurzelte Baumstämme. Ein spannender Tobelweg führt in dieses Reich aus Wasser und Fels. Der Spieser, ein kleiner Gipfel mit großem Panorama, und zwei gemütliche Alpen mit Sonnenplätzen und Aussicht runden das Wandererlebnis ab.

Vom Parkplatz in Bad Hindelang  gehen wir ins Ortszentrum zur Kirche, dort rechts in die gepflasterte Marktstraße und an ihrem Ende links in die Jochstraße. Nach wenigen Metern biegen wir links in die Rosengasse ein, verlassen sie jedoch wenig später wieder, um rechts auf einem Fußweg zur Anhöhe des Kalvarienbergs hinaufzusteigen. Von dort quert ein Wiesenpfad die Viehweiden zu einem Asphaltsträßchen, dem wir kurz nach links folgen. Nach 90 m setzt sich der Fußweg nach rechts über eine Brücke fort und führt zum Bergrestaurant Polite, 940 m, hinauf. Am Gasthaus gehen wir rechts zum Waldrand und kurz hinunter in den Hirschbachtobel. Wir überqueren den Bach und folgen nun dem abwechslungsreichen Schluchtsteig in das Tal hinein. Er fällt zum Bachbett steil ab und ist in einigen Passagen felsig. Drahtseile geben Halt. Bei einer Brücke bleiben wir zunächst am rechten Bachufer und wechseln erst beim folgenden Steg die Bachseite. Der Pfad steigt über den bewaldeten Hang an und führt uns immer weiter in die sich verengende Schlucht hinein. Über eine abschüssige Wegpassage halten wir auf die Krähenwand im Talschluss , 1080 m, zu und überqueren unter den senkrechten Abbrüchen mit ihren Wasserfällen noch einmal den Bach. In zahlreichen kleinen Kehren geht es nun über einen steilen Hang hinauf. Einige ausgesetzte, gesicherte Abschnitte fordern auch hier Aufmerksamkeit. Der Steig mündet schließlich in einen Forstweg, den wir gleich wieder nach links verlassen. Im Wald ansteigend kommen wir zu einer Verzweigung. Für eine kürzere Runde könnte man links gleich den Hirschberg ansteuern (45 Min.). Wir wandern rechts über einen Wiesenrücken bergauf und treffen auf einen breiten Alpweg, der uns um den Kreuzbichl herum zur Hirschalpe, 1493 m, bringt. Dort lässt es sich gemütlich und aussichtsreich rasten. Nach der Einkehr gehen wir zur Verzweigung vor dem Alpgebäude zurück und geradeaus an der Viehtränke vorbei zum Kreuz auf dem Kreuzbichl. Dort dreht der Weg nach rechts und führt durch ein Bachtal. Bei einer Gabelung könnten wir links den Spieser auf seiner Westseite umgehen und uns so 20 Min. Gehzeit ersparen. Rechts leitet der Anstieg über Grashänge mit lichtem Baumbestand zum höchsten Punkt des Spieser hinauf. Vor uns breitet sich eine großartige Rundsicht aus – weit hinaus über das bunte Mosaik des Voralpenlands und hinein in die Allgäuer Bergwelt. Vom Gipfelkreuz folgen wir dem Steig über den Westrücken und nach rechts steil durch eine stellenweise etwas felsige Rinne hinab. Am Fuß des Spieser durchqueren wir, teils auf Holzstegen, ein Hochmoor und halten uns dabei bei einer Verzweigung geradeaus. Auf bequemem Weg gelangen wir in einen malerischen Wiesenkessel mit verstreuten Holzstadeln. Nach einer Bachbrücke biegen wir links in einen breiten Alpweg ein, lassen dann die private Karl-Hüller-Hütte links liegen und stehen kurz darauf vor der einladenden Alpe Klank, 1420 m, einem Neuzugang unter den Allgäuer Alphütten. Seit 2018 bewirtet sie Wanderer auf einer aussichtsreichen Terrasse mit schmackhaften Brotzeiten. Beim Alpgebäude gehen wir geradeaus durch den Weidezaun und folgen einem Pfad den steilen Wiesenhang hinauf und zum bewaldeten Gipfelkamm des Hirschbergs. An ihm entlang steigen wir einige Höhenmeter nach Süden ab und kommen zu einem Geländevorsprung mit Kreuz und fantastischer Aussicht auf den Talkessel von Bad Hindelang mit seiner Bergumrahmung. Unser Abstiegsweg schwenkt nach rechts und führt in flachen Kehren über die steilen Südwesthänge abwärts. Waldstücke und freies Gelände wechseln sich ab, sodass sich manch schöner Ausblick auftut. Bei einer Weggabelung vor dem Steinköpfle, einem bewaldeten Buckel, wandern wir geradeaus weiter bergab, nun über flacheres Waldgelände, und biegen bei der nächsten Verzweigung links Richtung »Luitpoldshöhe, Polite« ab. Wenig später treffen wir an der Luitpoldshöhe, 966 m, auf einen Forstweg und folgen ihm nach links. Er mündet in die Zufahrt zum Restaurant Polite, auf der wir Richtung Bad Hindelang absteigen. Auf halber Strecke zweigen wir wieder auf den Wiesenweg zum Kalvarienberg ab und kehren zur Kirche und zum Parkplatz in Bad Hindelang  zurück.

Info

Schwierigkeit
mittel
Aufstieg
972 hm
Abstieg
972 hm
Tiefster Punkt 812 m
Höchster Punkt 1645 m
Dauer
5:15 h
Strecke
11,5 km

Details

Kondition
Technik

Wegbeschreibung

Start

Bad Hindelang, 812 m, großer Parkplatz und Bushaltestelle neben der Straße Sonthofen – Oberjoch, oft voll belegt, Parkmöglichkeit auch entlang der Straße. Busverbindung von Oberstdorf und Sonthofen.

Weitere Informationen

Sicherheitshinweise

Im Hirschbachtobel und beim steilen Anstieg im Talschluss felsige, teils auch abschüssige, gesicherte Wegpassagen, bei Nässe rutschig, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Abstieg vom Hirschberg auf schmalem Steig über steile Hänge, sonst Steige und Wege im Alp- und Waldgelände.