Kreuzbäckerkapelle

Beschreibung

 „Der Kreuzbäcker von Ering“ ist ebenfalls eine von mehreren Varianten, die Max Pinzl zu erzählen weiß:

Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges lebte in Ering am Inn ein reicher, aber geiziger Bäcker, genannt der Kreuzbäcker. Die Bevölkerung litt schwer unter den Wirren des Krieges, nur dem Kreuzbäcker ging es gut. Er hatte von den Bauern Getreide gesammelt, damit er, wie er sagte, das Brot größer backen könne. Als er aber seine Kammern gefüllt hatte, reute ihn sein Versprechen. Das Brot, das aus seinem Backofen kam, wurde von Tag zu Tag kleiner und schlechter. In einer Nacht nun, als er sich eben den bereits erworbenen Gewinn errechnete, öffnete sich die Tür, und der Teufel grüßte grinsend ins Zimmer. Kalter Schweiß trat dem Bäcker auf die Stirn, als er den Bösen erblickte und sich die Wohnung mit üblem Gestank füllte. In solcher Angst gelobte er, sich zu bessern und zur Sühne eine Kapelle zu bauen. Darauf entfloh der Teufel. Der Kreuzbäcker aber hielt, was er versprochen, und errichtete ein kleines Heiligtum, das noch heute den Namen „Kreuzbäckerkapelle“ trägt.

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