König-Ludwig-Karwendeltour

Auf dem Reitsteig von König Ludwig II
Blick zu den Laliderer Wänden und zur Birkkarspitze
Vorsicht Kreuzotter!
Die Tölzer Hütte ist in Sicht...
An der Ochsentalalm (alpine Variante)

Die Tour

Auf König Ludwig's Spuren durch's Karwendel.

Ihren Namen erhielt diese 3tägige Hüttentour vom ersten Wegabschnitt, welcher auf einem für König Ludwig II. angelegten Reitsteig verläuft. Dieser Steig beginnt unweit von Vorderriß, wo heute noch das „Königshaus“ und die „Königskapelle“ an König Ludwig erinnern. Über den Wiesbauern-Hochleger und die Moosenalm erreicht man die Tölzer Hütte, das Etappenziel des ersten Tages. Für den zweiten Tag gibt es zwei Möglichkeiten: Der einfachere Weg führt über den Leckbachweg hinunter ins Rißtal. Am Rißbach entlang wandert man weiter bis zum Gasthof Post in Hinterriß. Die alpine Variante hingegen führt von der Tölzer Hütte hinüber auf den Gipfel der Fleischbank, und von dort über einen langen Abstieg ins Rißtal. Am dritten Tag wandert man hinein in das Laliderertal, und über das Hohljoch in die „Eng“.

Info

Aufstieg
1982 hm
Abstieg
1594 hm
Tiefster Punkt 817 m
Höchster Punkt 1834 m
Dauer
13:52 h
Strecke
38,3 km

Wegbeschreibung

Start

Einstieg Reitsteig

Ziel

Eng

Weg

Es gibt 2 Einstiege in den Reitsteig, die nach wenigen Metern zusammenkommen. An beiden Startpunken gibt es nur wenig Parkmöglichkeiten. Eine etwas größere Parkbucht gibt es an der Landstrasse 500m in Richtung Vorderriß.

Die auf den Schildern angegebene Gehzeit von 3,5 Stunden zur Tölzer Hütte ist ambitioniert (Genußwanderer mit Gepäck müssen eher mit 4,5 Stunden rechnen).

Durch lichten Kiefernwald geht es in Serpentinen bergauf, streckenweise auf einer Forststrasse. Kurz vor einem Digitalfunkmast verlassen wir die Forststrasse endgültig nach rechts. Ab jetzt gehen wir auf einem schmalen Steig. Wir gelangen in den Stuhlbachgraben, wo es bei heißem Wetter die Möglichkeit gibt, ein erfrischendes Bad im Bach zu nehmen. In vielen Kehren gewinnen wir Höhe. Mehrmals passieren wir seitliche Zuflüsse des Stuhlbachs. Zuletzt verlassen wir den Wald, und erreichen den Weg 237 (Fall - Tölzer Hütte) im Bereich des Wiesbauern Hochlegers. Über sumpfige Almwiesen geht es weiterhin bergauf bis zum Almkreuz bei der Moosenalm. Wir behalten unsere Richtung bei, und gehen in der Mitte zwischen den beiden Almgebäuden hindurch, danach kurz steil hinauf zu einer Anhöhe. Nach weiteren 5 Minuten kommen wir zu einer Abzweigung. Wer noch Zeit und Kraft hat, kann links über den Schafreuter (2101m) zur Tölzer Hütte gelangen (1 Stunde zusätzlich). Ansonsten geht es über die mit "Tölzer Hütte" beschilderte Variante hinauf zum Wiesingsattel. Von dort aus können wir bei gutem Wetter bereits unser Tagesziel, die Tölzer Hütte, sehen. Nach einer weiteren halben Stunde haben wir die Hütte erreicht.

Für den zweiten Tag stehen zwei Optionen zur Verfügung: Der Normalweg über den Leckbachweg, oder alternativ die alpine Variante über die Fleischbank. Für den Normalweg steigen wir den Steig bergab, welcher mit "Leckbachparkplatz" beschildert ist. Vor allem im ersten Wegabschnitt genießen wir dabei die ständig wechselnden Ausblicke ins Karwendelgebirge. Nach ca. 2 Stunden erreichen wir den Parkplatz. Wir gehen biegen dort rechts ab, und gehen für ein kurzes Stück die Landstrasse entlang in Richtung Weitgriesalm/Kaiserhütte (Einkehrmöglichkeit). Schon nach der nächsten Kurve (und vor der Kaiserhütte) können wir die Straße in Richtung Rißbach verlassen. Dort gelangen wir über eine Brücke auf die andere Seite des Rißbachs. Dort wechseln wir die Richtung und gehen bachaufwärts über einen Forstweg bis nach Hinterriß (1 Stunde ab dem Leckbachparkplatz).

Wer sich für die alpine Variante entscheidet, sollte konditionsstark, trittsicher und schwindelfrei sein. Auch sollte man diese Tour nur bei trockenen Wegverhältnissen angehen (ansonsten erhöhte Ausrutsch- und Absturzgefahr). Wir folgen ab der Tölzer Hütte der Beschilderung in Richtung Plumsjochhütte. Wir queren zunächst den steilen Wiesenhang unterhalb des Delpsjochs, und gelangen dann über einen kleinen Sattel hinunter bis zum Baumgartenalm-Hochleger. Nach dem Passieren der Almgebäude biegen wir nach rechts ab, wo eine schmale Almstrasse hinauf zur Ochsentalalm führt. An der Alm ändert sich die Wegrichtung nach links um fast 180 Grad. Über eine sumpfige Wiese kommen wir an den Fuß eines Bergrückens, gehen auf diesen hinauf und gelangen so hinüber in das nordseitige Schuttkar zwischen Fleischbank und Hölzelstaljoch. Steil geht es hinauf zum Sattel. Von dort kann man zwar direkt über den Grat steil zum Fleischbank-Gipfel aufsteigen. Einfacher erreicht man den Gipfel aber, wenn man in Richtung Hinterriß weitergeht, dabei den Gipfelaufbau auf der Südseite umgeht, und dann sozusagen "von hinten" den Gipfel erreicht. Nach dem Gipfelerfolg wartet ein langer Abstieg auf uns. In vielen Kehren wandern wir über die Jagdhütte Steilegg hinunter ins Rißtal, wo wir im Bereich der Fuggerangeralm die Strasse erreichen. Von dort gehen wir entweder 2km der Strasse entlang nach Hinterriß, oder wir hoffen auf eine Mitfahrgelegenheit. Die Chancen dafür sind an der nahegelegenen Mautstelle am besten.

Am 3. Tag starten wir unsere Wanderung am Eingang zum Laliderertal (Parkplatz P6 bzw. Bushaltestelle "Einstieg Laliderertal"). Auf der Forststrasse durch das Tal sehen wir die imposanten Lalidererwände fast immer vor uns. Nach ca. 2 Stunden erreichen wir das Talende beim Lalidersalm Niederleger. Zunächst noch eher flach, danach aber steiler werdend steigen wir in ca. 1 Stunde hinauf auf das Hohljoch (1794m). Von dort aus erreichen wir in weniger als einer Stunde das Ziel der 3tägigen Wanderung - die Engalm im Großen Ahornboden. Vom Alpengasthof Eng fährt im Sommer der Bergsteigerbus durch das Rißtal hinaus nach Hinterriß, und weiter bis nach Lenggries.

Weitere Informationen

Während der Sommermonate gibt es einen Shuttle-Service vom Gasthof Post in Hinteriß. Dieser bringt einen am Montag morgen von Hinterriß zum Beginn des Reitsteigs, und am Mittwoch morgen von Hinterriß bis zum Einstieg ins Laliderertal. Das eigene Fahrzeug kann dadurch die ganze Zeit in Hinterriß stehen bleiben. Das vorgesehene Programm ist:

- Sonntag Anreise. Übernachtung im Gasthof Post.

- Montag Transfer zum Reitsteig. 1. Etappe bis zur Tölzer Hütte (Hüttenübernachtung).

- Dienstag 2. Etappe bis zum Gasthof Post (einfache Variante oder alpine Variante)

- Mittwoch Transfer zum Einstieg Laliderertal. 3. Etappe bis in die Eng. Rücktransport zum Gasthof Post.

Der Gasthof Post übernimmt auch die zentrale Unterkunfts-Buchung für die komplette Tour, inklusive der Hüttenübernachtung auf der Tölzer Hütte. Reservierung mit dem Betreff "König-Ludwig-Karwendeltour" per Email an info@post-hinterriss.at

Mehr Info's zur König-Ludwig-Tour auch unter www.koenig-ludwig-karwendeltour.com 

Sicherheitshinweise

Im Sommer 2017 war die Brücke über den Stuhlbach (1. Etappe) zerstört. Bei trockenem Wetter war es kein Problem, anstatt über die Brücke durch das Bachbett zu gehen. Nach starken Regenfällen könnte das allerdings schwierig werden. Wann die Brücke wieder instandgesetzt wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Auf der 3. Etappe würde sich eigentlich eine Einkehr auf der Falkenhütte anbieten. Jedoch ist die Falkenhütte in 2018 und voraussichtlich auch in 2019 wegen Umbauarbeiten geschlossen.