Höhlenwanderung bei Plech für Abenteuerlustige und Entdecker

An der Fleischhöhle (Fleischlochhöhle) bei Plech
Der Einstieg in die Fleischhöhle
Dieser Höhlengang ist groß genug, um aufrecht zu gehen
Sanfte Anstiege während der Tour
Märchenhafte Landschaft
Der Pfad führt durch eine malerische Felsenlandschaft
Am so genannten "Judenfriedhof" bei Plech
Die beiden Höhlenseen in der Geißlochhöhle
Der Respekt einflößende Einstiegsschacht der Geißlochhöhle
Tolle Höhlen am Wegesrand
Wunderbare Pfade
Abwechslungsreich auf  Wald- und Wiesenwegen
Blick aus dem Einstiegsschacht der Geißlochhöhle
Der schöne Picknickplatz an der Geißlochhöhle
An der Saalburg-Grotte
Die Rohenlochhöhle bei Plech
In der Rohenlochhöhle
Die Raumhöhle bei Plech
Der Einstiegsschacht in die Geißlochhöhle
Am höchsten Punkt der Tour - Großer Berg (539 m)
Wegmarkierungen am Großen Berg

Die Tour

Traumhafte Wanderung auf einsamen Wegen in einer märchenhaften Landschaft mit dichten Wäldern, saftigen Wiesen und spannenden Höhlen im Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst

Diese Wanderung führt uns zu den spannenden Karsthöhlen Fleischhöhle, Saalburg-Grotte, Rohenlochhöhle, Raumhöhle sowie Geißlochhöhle (auch Gaislochhöhle). 

Letztere stellt den Höhepunkt dieser Wanderung dar. Die Geißlochhöhle mit ihrer Gesamtganglänge von beeindruckenden 145 Metern diente um 1900 wegen ihrer tollen Tropfsteine gar als Schauhöhle - auch heute noch beeindruckt sie mit reichen Versinterungen und einem Höhlensee. Wer sich auf eigene Gefahr in die Tiefen dieser Höhle wagt und bereit ist, eine Bück- bzw. Kriechstelle am Einstieg zu überwinden, wird mit einem echten Abenteuer belohnt. 

Vor allem größere Kinder und jene Erwachsene, die sich ihren kindlichen Entdeckerdrang bewahrt haben, kommen hier voll auf ihre Kosten. Man kann es kaum erwarten, die nächste Höhle zu erforschen.

Immer wieder wird indes der Eindruck vermittelt, dass wir durch eine Märchenlandschaft laufen. Moosbedeckte Felsen in dichtem Wald wechseln sich mit prächtigen Wiesen ab, so dass es eine wahre Freude ist, dort zu wandern.

Die zweite Hälfte der Wanderung hat zwar keine Höhlen mehr zu bieten, verläuft aber weiterhin landschaftlich schön auf ruhigen Wegen durch den kleinen Ort Viehhofen, später über den "Großen Berg", der mit 539 Metern auch gleichzeitig der höchste Punkt der Tour ist und an seiner Nordostseite auch einen Aussichtspunkt zu bieten hat.

Autorentipp

  • Unterkunftstipp: Landgasthof Pension Fischer, Stierberg 25, 91282 Betzenstein, Telefon 09244-384, Fax 09244-920090, E-Mail info@gasthof-pension-fischer.de , www.gasthof-pension-fischer.de , ausgezeichnete fränkische Küche, Zimmer, Wanderlager und Zeltplatz vorhanden, Ausgangspunkt der Wanderung mit dem Anruf-Linientaxi 3 erreichbar (siehe Anfahrt ÖPNV)

Info

Schwierigkeit
leicht
Aufstieg
320 hm
Abstieg
320 hm
Tiefster Punkt 424 m
Höchster Punkt Großer Berg
539 m
Dauer
4:00 h
Strecke
12,4 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Technik

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Plech - an der Gaststätte "Zur Traube"

Ziel

wie Start

Weg

Wir laufen vom Gasthof "Zur Traube" die Hauptstraße etwa 100 Meter in nördliche Richtung und biegen an der nächsten Straße (Schulstr.) rechts ab (Wm. gelbe Raute/gelber Vollkreis). Nach 300 Metern passieren wir das Kameramuseum und die Feuerwache, hinter der wir links abbiegen. Weitere 100 Meter später halten wir uns scharf rechts und folgen nun vorerst dem "Höhlenweg" mit der Wandermarkierung "gelbes Dreieck".

Die Wegfindung ist eindeutig und stets gut ausgeschildert. Wir lassen den Ort hinter uns und tauchen in einen wundervollen Wald ein. Bereits nach etwa 35 Minuten befindet sich links des Weges die Fleischhöhle. Hier wird zum ersten Mal unser Entdeckergeist geweckt. Der niedrige Höhleneingang muss gebückt oder auf Knien überwunden werden.

Weiter geht es auf unverändert schönem Pfad, nach einer Viertelstunde seit der Fleischhöhle müssen wir lediglich eine Straße überqueren, tauchen dann aber sofort wieder in eine landschaftliche Idylle ab.

Hinweis: Einen Wegweiser, der kurze Zeit nach der Fleischhöhle nach links zur Saalburg-Grotte weist, ignorieren wir und halten uns rechts.

Als nächstes erreichen wir am Waldrand neben einer wunderbaren Wiese laufend die Saalburg-Grotte, zu der wir an einer Bank mit Wegweiser wenige Schritte aufsteigen müssen.

Es folgt in kurzem Abstand dahinter die Rohenlochhöhle, für deren Besuch der Weg wiederum wenige Meter verlassen werden muss.

Nach noch nicht einmal 100 Metern nach der Rohenlochhöhle zweigt links ein Weg ab, der uns in zehn Minuten zur Raumhöhle führt. Auch diese befindet sich etwas abseits des Weges auf der rechten Seite in einem lichten Buchenwald.

Wir folgen nun nicht mehr dem gelben Dreieck (in Richtung Viehhofen), sondern laufen die 200 Meter zurück zum Ursprungsweg, halten uns sodann links und wandern ausgesprochen idyllisch auf einem schönen Wiesenpfad am Waldrand entlang durch das "Kupfertal" in südliche Richtung. Nach einer Viertelstunde an einer Weggabelung rechts haltend (in südwestliche Richtung) erreichen wir über einen Landwirtschaftsweg nach zwei Minuten eine ruhige Straße. Auf dieser laufen wir nicht einmal fünf Minuten (300 Meter) in westnordwestliche Richtung und biegen am Feldweg (Waldrand) links ab.

Nun weniger als zehn Minuten weiter in südwestliche Richtung bis zu einer Wegabzweigung, an der wir links zunächst in Richtung Süden weiter wandern. Nach zehn Minuten (knapp 500 Meter) müssen wir uns noch einmal an einer Wegabzweigung rechts halten und kommen auf schönem Waldpfad in kurzer Zeit zur Geißlochhöhle, die letzten Meter bis dorthin recht steil ansteigend. Die Geißlochhöhle ist im Verlauf auch einige Male ausgeschildert, so dass die Orientierung kein Problem darstellt.

Von der Geißhöhle zunächst weiter westwärts, an den folgenden zwei Wegabzweigungen rechts haltend (roter Kreis), geht es zum Örtchen Viehhofen, welches wir nach 20 Minuten seit der Geißlochhöhle erreichen. Wir biegen im Ort links ab und wandern nordwestlich weiter (blauer Kreis).

Zwanzig Minuten später heißt es aufpassen, denn hier besteht aufgrund mehrerer Möglichkeiten die Gefahr, auf den falschen Weg abzubiegen. Wir müssen ab jetzt dem orangefarbenen Schild "Kulturlandschaftsweg Plech" - darüber in altdeutsch der fränkische Spruch "Hott Häissl, af Plech näi!" - bzw. später dem "Fränkischen Gebirgsweg" folgen. Dem Fränkischen Gebirgsweg folgend steigen wir auf den "Großen Berg", mit 539 Metern der höchste Punkt dieser Tour. Unmittelbar dort befindet sich auch das Naturdenkmal "Judenfriedhof", der allerdings nichts mit einem echten Friedhof zu tun hat, sondern mit etwas Phantasie einem solchen lediglich aufgrund der zufälligen Anordnung der bemoosten Felsblöcke ähnelt. Beim Abstieg vom Judenfriedhof nehmen wir noch den nach 100 Metern linksseitig kommenden Abzweig zur "Schönen Aussicht Nord" mit. 

Nach der Aussicht auf dem ursprünglichen Weg abwärts steigend biegen wir wenige Sekunden später am markanten Felsmassiv "Plecher Wand" (linksseitig/Info-Tafel) rechts in Richtung Plech ab (blauer Vollkreis/Fränkischer Gebirgsweg). 

Nach dem Überqueren der Landstraße vier Minuten später führt uns unser Weiterweg schräg rechts gegenüber zum Gottvaterberg (Richtung Kirche). Optional bietet sich der kurze Rundweg auf diesem an. Zum Schluss laufen wir die Straße "Am Gottvaterberg" weiter in ostwärtige Richtung bis zur Hauptstraße, an der wir rechts abbiegen und am Ausgangspunkt der Wanderung ankommen.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

  • mit der Bahn bis Pegnitz (Ankunft RE aus Nürnberg 10.22 Uhr, Ankunft RE aus Bayreuth 10.22 Uhr)
  • mit dem Anruf-Linientaxi Linie 3, Tel. 09241 2697 (Krieg) bzw. mit dem Bus 386 (Richtung Betzenstein) bis Plech Mitte (23 Minuten)
  • nähere Informationen zu Fahrplänen und zum Anruf-Linientaxi unter www.ovf.de oder unter 0911/43057-0 bzw. info@ovf.de

Anfahrt

  • Autobahn A9 bis zur Ausfahrt Plech (Nr. 46)
  • weiter bis Plech (Kreisverkehr am Gewerbepark erste Ausfahrt)
  • im Ortszentrum an der Hauptstraße in einer der Parkbuchten (am Gasthof "Zur Traube") parken

Parken

  • in Plech an der Hauptstraße am Gasthof "Zur Traube" in einer der Parkbuchten (kostenlos - Stand Mai 2018)

Weitere Informationen

  • In der Zeit zwischen dem 01.10. und dem 31.03. Höhlen nicht betreten (Fledermausschutz) - ggf. auf aktuelle Sperrungen achten! Die Geißlochhöhle ist vom 01.10. bis zum 31.03. verschlossen.
  • Bitte kein offenes Feuer in und vor den Höhlen!
  • Versinterungen und Tropfsteine nicht berühren!
  • Höhlen sind der Lebensraum zahlreicher Höhlenspinnen. Lasst sie leben - auch wenn Ihr Euch im Kriechgang vor ihnen erschreckt.

Ausrüstung

  • Stirnlampe (plus Ersatzlicht - wer tiefer vordringen möchte)
  • Steinschlaghelm (wer tiefer vordringen möchte) - für Kinder wird auf jeden Fall ein Helm (zur Not auch ein Fahrradhelm) empfohlen!
  • verschmutzungsresistente Kleidung
  • ggf. alte Bauhandschuhe
  • ggf. Knieschoner
  • ansonsten normale Wanderausstattung
  • feste knöchelhohe Wanderschuhe ausdrücklich empfohlen (keine Sportschuhe)

Sicherheitshinweise

  • Kinder beaufsichtigen!
  • Nie allein in Höhlen gehen!
  • Jeder benötigt eine eigene leistungsfähige Stirnlampe und ggf. ein Ersatzlicht als Rückfallebene!
  • Es besteht in den Höhlen Anstoßgefahr für den Kopf - Helm tragen!
  • Einige Höhlen haben weit in das Berginnere reichende Gänge (vor allem die Geißlochhöhle). Nur so weit gehen, dass der Rückweg auch gefunden wird (dort unten ist die Orientierung anders!)
  • Insbesondere die Geißlochhöhle hat teils sehr lehmige und glatte Passagen mit Ausrutschgefahr. Vorsicht vor allem an den Höhlenseen, um kein unfreiwilliges Bad zu nehmen.
  • Vorsicht beim 10 Meter langen und steilen Einstiegsschacht der Geißlochhöhle - bei Feuchtigkeit besteht Sturzgefahr auf den abgespeckten und mit Laub überdeckten Stufenresten.
  • Notruf: 112