Mit dem Künstlerinnengespräch geben die in Innsbruck lebenden Künstlerinnen Lea Abendstein und Isabel Peterhans im Rahmen ihrer Ausstellung "Flirt"Einblicke in ihr künstlerisches In-Beziehung-Treten. Anstatt die Ergebnisse einer klar umrissenen Kooperation zu präsentieren, versteht sich die Ausstellung selbst als Mittel der Annäherung als Teil eines ergebnisoffenen Prozesses. Im Hinarbeiten auf die Ausstellung entdeckten die beiden Künstlerinnen unerwartet viele Berührungspunkte in ihren Arbeitsweisen. Ein intensiver E-Mail-Austausch begleitete diesen Dialog. Kunst erscheint hier als relationale Praxis, Ausstellen als Methode, die die Grenzen des Eigenen und dessen, wer man zu sein glaubt, porös werden lässt. Wer sind wir, wenn wir uns nicht aufeinander einlassen, nicht verbunden sind? Wie kann der Aufbau einer tieferen Beziehung zur Welt gelingen? Verbundensein, so schreibt Kae Tempest, setzt das volle Annehmen und Erleben des gegenwärtigen Moments voraus. Kreativität kann dabei ein Weg sein, "um Verbundensein zu erreichen und sich mit denjenigen, die den Moment mit einem teilen, in einen Raum größerer Verbundenheit zu begeben."Die Ausstellung wurde eingeladen von Nadja Ayoub. Das Gespräch wird moderiert von Karin Pernegger, der neuen Leiterin des Kunstraum Schwaz.