Filmvorführung & Gespräch | (Re-)Writing Scripts #3

29. Mai 2026
Beginn: 18:00
30. Mai 2026
Ende: 18:00

Die Veranstaltung

(Re-)Writing Scripts #3
Mohamed Abdelkarim

Filmvorführung und Gespräch
9. Oktober 2026, 18 Uhr


Kein gutes Leben ohne Fortschritt. Natur ist Ressource. Land ist Eigentum. Gewalt beginnt dort, wo Menschen blutend zu Schaden kommen. Palästinenser sind islamistische Terroristen, Musliminnen unterdrückte Frauen. Es gibt Skripts, die so tief in unser gegenwärtiges Denken eingeschrieben sind, dass sie kaum mehr als solche erkennbar sind. Diese unter der Oberfläche wirksamen Narrative bestimmen, wie unsere Welt erzählt wird. Sie legen fest, was als Krise gilt und welche Katastrophen im Gegenzug kaum Aufmerksamkeit erhalten, wogegen etwas unternommen wird und was als unvermeidlich hingenommen wird.

Doch Skripts sind veränderbar und Narrative können umgeschrieben werden. Damit geht jedoch einher, gesellschaftliche Mechanismen wie (neo-)koloniale Landnahme, Enteignung von Menschen, Ausbeutung von Landschaften und die systematische Zerstörung von Gesellschaften wie Ökosystemen zu benennen, sie sichtbar und begreifbar zu machen. Es gilt, diese Formen von Gewalt als sich einschleichende Standardabläufe, als repetitive Codes nekropolitischer Entscheidungen zu erkennen und ebenso zu ächten, wie das bei Terroranschlägen und – vergangenen – Kriegen der Fall ist.

Die Veranstaltungsreihe (Re-)Writing Scripts nimmt derartige Muster in den Blick und fragt danach, wie sie entstanden sind, wie sie fortgeschrieben werden und auf welche Weise sie unser Denken, Fühlen und Handeln begrenzen. Wie lassen sich Schlüsselbegriffe wie Sicherheit, Verteidigung, Terror oder Konflikt neu lesen, verschieben oder überschreiben, um andere Formen des Darüber-Sprechens und Verstehens zu ermöglichen?

Info

Quelle Datacycle

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