Sonoro Quartet
Mona Verhas, Violine
Jeroen De Beer, Violine
Séamus Hickey, Viola
Kalle De Bie, Violoncello
Joseph Haydn: Streichquartett D-Dur op. 64 Nr. 5, Hob. III: 63 „Lerchen Quartett“
Séan Doherty: Devil's Dream
Béla Bartók: Streichquartett Nr. 5 Sz. 102
Unten scheinen die anderen Instrumente in einem heiteren Spaziergang einen Schritt vor den anderen zu setzen – aber darüber, in der der Primgeige, entfaltet sich eine anmutige Melodie, die die Zeitgenossen spontan mit dem Gesang einer Lerche verglichen: So beginnt Joseph Haydns Streichquartett Opus 64 Nr. 5, das deshalb bald als „Lerchenquartett“ bekannt wurde. Lauschend nach oben zu streben: Das hat auch viel mit MERITA zu tun, dieser europaweiten Plattform zur Förderung junger Streichquartette. Sie vernetzt 38 Ensembles aus Ländern wie Deutschland, Italien, Österreich und den Niederlanden und unterstützt sie dabei, klassische Kammermusik neu zu denken und zukunftsfähig zu gestalten. Die Quartette entwickeln innovative Konzertformate, erschließen neues Publikum und verbinden musikalische Tradition mit zeitgemäßen Ausdrucksformen. MERITA bietet ihnen dafür mehr als klassische Förderung: Durch künstlerische Beratung, internationale Vernetzung und organisatorische Unterstützung entstehen nachhaltige Perspektiven für musikalische Karrieren. Im Rahmen des quartetto plus-Festivals 2026 im Schloss Esterházy ist das 2019 im belgischen Gent gegründete Sonoro Quartet zu erleben, das längst schon international von sich reden macht. Die vier spüren den Wurzeln des Streichquartetts in der Volksmusik nach: nicht nur anhand von Haydns „Lerchenquartett“, sondern auch über die vielfältigen Anregungen, die Béla Bartók aus der Musik des Balkans für sein grandioses Quartett Nr. 5 empfangen hat. Mit Séan Dohertys „The Devil’s Dream“ begeben sie sich auf den letzten Spaziergang mit James Byrne, dem Lehrer des Komponisten.