Benediktinerkloster und Christuskirche - Mönchröden

Quelle: Lutherweg - Thüringer Tourismus GmbH, Autor: Paul Hentschel

Beschreibung

Das Kloster in Mönchröden wurde im Jahr 1149 erstmals in einer Schenkungsurkunde von Hermann Sterker, dem Burggraf von Meißen, an das Bistum Würzburg erwähnt. Zahlreiche andere Güter und Besitzungen wurden damals auch an Würzburg übertragen. Außerdem richtete die Familie eine Stiftung ein, die den Fortbestand der Anlagen und der Vogtei über mindestens 30 Jahre sichern sollte. Nachdem Ableben der Gründerfamilie übernahmen die Grafen von Henneberg die Stiftung. Mönchröden erhielt zudem zwischen 1165 und 1171 die Klosterkirchen St. Maria und St. Walburga sowie die Pfarrei Gauerstadt als Geschenk des Würzburger Bischofs dazu.

Zwar mag die Zahl von 45 Besitzungen in Orten im Coburger Land für einen großen Einflussbreiech des Klosters sprechen. Allerdings war es mit nur 20 Mönchen eine eher kleine Abtei. Ende des 14. Jahrhunderts begannen die Mönche zudem einen eher ausschweifenden Lebenstil zu führen und sich dem Stil des Adels anzupassen. Dem Landesherren missfiel das und so sorgte Herzog Wilhelm III. für die Einsetzung eines Abtes aus Nürnberg. Ulrich Wochner führte das Kloster von 1446 bis 1477, konnte neues geistliches Leben einbringen und die wirtschaftliche Struktur wiederherstellen. Auch sein Nachfolger führte diese Entwicklung fort und erreichte sogar die Aufnahme des Klosters in die Bursfelder Kongregation.

Der letzte Abt Nikolaus Hildebrand (1515 - 1525) ließ das Refektorium erbauen und die Prälatur umgestalten. Wie durch ein Wunder entging das Kloster den verheerenden Zerstörungen im Bauernkrieg.

Bedingt durch die Reformation endete 1526 die Einsetzung von Äbten in Mönchröden. Stattdessen bestimmte der Orden einen allgemeinen Verwalter. Veit Haff wirtschaftet allerdings schon in Vorahnung des Endes des klösterlichen Lebens in die eigene Tasche und heiratete sogar in Coburg. Im Juni 1531 folgte neben der förmlichen Auflösung der Abtei auch die kurfürstliche Sequestration, bei der der Benediktinermönch Valentin Mullner als Verwalter eingesetzt wurde. Nur sieben Jahre darauf überführte man die Anlagen in ein kurfürstliches "Klosteramt". Damit war das Ende des einstigen klösterlichen Betriebes besiegelt.

Heute wird das Refektorium des Klsoters als evangelisches Gemeindezentrum genutzt. Die Prälatur (das Hohe Haus), welche einst über eine Brücke mit dem Refektorium verbunden war wird heute als Pfarrhaus und Wohngebäude genutzt.

Die kleine Klosterkirche entstand in den Jahren 1170/71. Damals war sie allerdings nicht größer als der heutige Altarraum. Ulrich Wochner ließ sie seinerzeit vor dem Verfall retten und vergrößert mit Langhaus wieder aufbauen. Allerding ging der Dreißigjährige Krieg nicht spurlos an der Kriche vorbei. Herzog Ernst Friedirch ließ 1788 neben größeren Umbaumaßnahmen auch die Emporen einbauen und die Maßwerke an den Fenstern entfernen. Außerdem wurde der schwer beschädigte Glockenturm abgetragen und durch einen einfachen Dachreiter auf dem Langhaus ersetzt. Seit 1971 trägt das Gotteshaus den Namen "Christuskirche"

Kontakt

Klosterhof 2, 96472 Rödental, Deutschland
+4995631301
+49956390039
pfarramt.christus-roedental@elkb.de
roedental-christuskirche.de

Öffnungszeiten

Die Kirche ist zu den Gottesdienst und Veranstaltungen geöffnet.

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